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Lesekompetenz – speed reading

Leaders are Readers!”

Jedes Mal, wenn eine neue PISA-Studie veröffentlicht wird, können es viele Menschen einfach nicht glauben. Sie können nicht glauben, dass die Lesekompetenz bei Schülern so schlecht sein soll, wie behauptet.

Sind denn die Kinder heute weniger begabt als früher, sind sie sogar weniger intelligent? Das ist für viele eine wichtige Frage, denn jeder von uns war auch einmal ein Schüler. Wie steht es denn dann mit unserer eigenen Lesekompetenz?

Wie viele Bücher hast du letztes Jahr gelesen, letzten Monat, letzte Woche? Wie viele Zeitungen, Zeitschriften, zusammenhängende Artikel im Internet? Wie lange brauchst du, um ein Buch mittlerer Länge zu lesen?

John F. Kennedy, Jimmy Carter und andere waren Schnellleser. Sie brauchten für ein durchschnittliches Buch von 200 Seiten etwa zwei Stunden. Wohlgemerkt, sie haben es nicht nur gelesen sondern auch den Inhalt aufgenommen. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, geübte Schnellleser behalten etwa 80% bis 90% des Inhalts, den sie gelesen haben. Durchschnittliche Normalleser (= Langsamleser) etwa 40% bis 60%.

Die Erklärung ist ganz einfach. Wir haben in der Grundschule – meistens – eine wenig effiziente Lesemethode – für kompetente Leser - gelernt. Eine Methode, die Lesen-Lernen erleichtert, das fortgeschrittene Lesen jedoch verlangsamt. Die gute Nachricht – es ist sehr leicht und braucht nur wenig Übung zum Schnellleser zu werden.

Probiere es einfach einmal selbst aus. Lies einen beliebigen Text, zum Beispiel diesen Artikel. Hast du ihn dir auch im Kopf oder sogar leise vorgesprochen? Genau so hast du wahrscheinlich Lesen gelernt. Texte laut vorzulesen, damit der Lehrer überprüfen kann, ob du die Worte richtig liest, richtig aussprichst. Die Folge: Du wirst kaum schneller lesen können als sprechen, deine Sprechgeschwindigkeit wird zum begrenzenden Faktor für deine Lesegeschwindigkeit.

Die fatale Folge ist, dass durch die geringe Lesegeschwindigkeit zu wenig Input im Gehirn ankommt, um dieses ausreichen zu fordern. Die Gedanken schweifen ab, wir müssen immer wieder im Text zurückspringen, Sätze, ganze Absätze noch einmal lesen. Wer kennt das nicht. Noch einmal, das Problem ist eine Unterforderung des Gehirns. Wenn wir in genau der für unser Gehirn angemessenen Geschwindigkeit lesen, lesen wir voll konzentriert und damit schnell. Langsam Lesen macht also noch langsamer, schnell Lesen macht  schneller!

Unsere Lesetechnik zu optimieren, ist sehr leicht und geht sehr schnell. Wir können Texte einfach auf die für unsere Augen, unsere Wahrnehmung gemäße, natürliche Weise aufnehmen. Wir verbinden nicht mehr, wie völlige Leseanfänger, Buchstaben zu Wörtern; nicht mehr, wie fortgeschrittene Anfänger, einzelne Wörter zu Sätzen, Sätze zu Texten. Wir betrachten die Texte wie Bilder und nehmen sie bildhaft wahr.

So werden mehrere Wörter, Wortgruppen, sogar ganze Satzteile als Ganzes wahr- und aufgenommen. Schneller und sicherer gelesen.  Schnelles Lesen, lässt dich schneller lesen. Und schnelleres Lesen, lässt dich mehr aufnehmen, mehr behalten, mehr verstehen. Eine sich selbst antreibende Optimierungsspirale.

Zukünftig werde ich in lockerer Folge Übungen beschreiben, mit deren Hilfe du schnell und leicht deine Lesegeschwindigkeit und damit auch deinen Erfolg und deinen Spaß vergrößern bzw. optimieren wirst.

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

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