Realismus – Optimismus – Naivität
Anlass dieses Artikels ist ein Gespräch, das ich heute Nachmittag mit einem Bekannten geführt habe. Es ging darin im weiteren Sinn darum, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen.
Sollten wir vorsichtshalber stets das Schlimmste annehmen und darauf hoffen, dass alles doch nicht ganz so schlimm kommt wie befürchtet? Wären dann die Erfahrungen, die wir machen, nicht besser, da wir nie enttäuscht würden. — Da immer nur unsere Vorannahmen sich erfüllt haben, nichts Unvorhergesehenes Negatives passieren kann.
Angenommen, wir würden uns immer darauf konzentrieren, auf was wir uns gerade konzentrieren. Angenommen wir würden immer das wahrnehmen, was wir als wahr annehmen. Angenommen, wir würden immer das finden, was wir gerade intensiv suchen. In welcher Welt würdest du leben wollen, wenn du es dir aussuchen könntest?
Nimm doch als Beispiel einmal irgend eine Sache, die dir bisher nicht so gute Gefühle gemacht hat. Etwas, wo du denkst: Immer wenn dies und das passiert, passiert automatisch das und dies. Und dann mach eine ehrliche Rechnung auf. Ist das wirklich immer passiert, jedes einzelne Mal? Oder nur sehr oft häufig, manchmal? Viele stellen jetzt fest, dass diese Verknüpfung tatsächlich nur eher selten vorgekommen ist, vielleicht sogar nur ein zwei Mal.
Was wäre, wenn du ab jetzt selbst entscheiden würdest, ob du dir die schönen Dinge ansehen willst, stets erst einmal das Gute, das Positive erwarten, den Erfolg deines Handelns annehmen. Wie würde es sich anfühlen, wenn du jedes mal daran glauben würdest, dass dir alles, was du anpackst gelingt, dass du deine Ziele erreichst. Heißt es nicht sogar “in dubio pro reo” — im Zweifel für den Angeklagten?
Wann willst du damit beginnen und im Zweifel positiv denken? Wann willst du damit beginnen, die Welt in einem neuen Licht zu sehen?
Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!
Ludwig

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