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Archiv für die Kategorie ‘Motivation und Definition von Zielen’

Sunk Costs

1. Februar 2009

Heute wollen wir ein Phänomen aus der Betriebswirtschaftslehre betrachten, das uns manchmal davon abhält “rationale” Entscheidungen zu treffen: Der “sunk costs”-Effekt!

Was sind nun versunkene Kosten? Sunk costs, versunkene Kosten, sind in der Vergangenheit entstandene Kosten oder Investitionen, die jetzt unbeeinflussbar geworden und daher irreversibel versunken sind. Egal was man tut, diese Kosten sind ein für alle mal verloren und können nicht irgendwie zurückgewonnen werden. Und weil sie unwiederbringlich sind, dürfen sie nicht für zukünftige Entscheidungen herangezogen werden. Alles was ich in Zukunft tue muss unabhängig von diesen Kosten sein.

Wie? Natürlich kommt es doch auf die Kosten an, wenn ich eine Entscheidung fällen will!

Klassisches Beispiel ist die Kinokarte, die man einige Zeit vor der Vorstellung kauft und nicht mehr umtauschen kann. Jetzt habe ich die Karte in der Tasche, der Preis ist bezahlt und alles ist gut. Bis ich vielleicht bemerke, dass ich gar keine Lust mehr auf den Film habe? Was dann? Spontan hätte ich gesagt, “ich gehe trotzdem ins Kino, schließlich habe ich schon so viel Geld dafür investiert”. Aber ist das wirklich eine rationale Entscheidung?

Betrachten wir einmal vereinfacht die möglichen Alternativen:

  1. Ich habe die Kinokarte bezahlt. Ich gehe ins Kino und schaue einen Film, obwohl ich gar keine Lust mehr darauf habe und ärgere mich vielleicht zusätzlich über die vertane Zeit.
  2. Ich habe die Kinokarte bezahlt. Ich gehe nicht ins Kino und verbringe meine Zeit lieber mit etwas, das mir mehr Spaß macht.

In beiden Alternativen habe ich die Kinokarte bezahlt, das Geld ist auf jeden Fall weg. Da es dabei keinen Unterschied zwischen den Alternativen gibt, kann man das Geld-Argument auch nicht zu einer rationalen Entscheidung heranziehen. Das Argument hebt sich gegenseitig auf. Am investierten Geld ändert sich schließlich nichts, egal was ich in der Zukunft tue.

Das entspricht nicht unbedingt unserer intiutiven, spontanen Entscheidungsstrategie. Zunächst hat man vielleicht das Gefühl, eine gültige Kinokarte zu verschwenden. Wenn sich allerdings die Umstände nachträglich ändern – beim Kauf hatte ich ja noch Lust auf den Film, jetzt nicht mehr – ist ein Festhalten an der ursprünglichen Entscheidung wegen bereits getätigten Investitionen wie gezeigt völlig irrational.

Wenn man sich das einmal bewusst macht, wenn man realisiert, dass versunkene Investitionen kein Argument für zukünftige Entscheidungen sein dürfen, ergeben sich für viele Entscheidungen heute oft völlig neue Perspektiven. Wenn ich den Geldaspekt bei der Kino-Entscheidung außer Acht lassen muss ist es relativ klar, dass ich lieber etwas erfreuliches tue, anstatt gegen meinen eigentlichen Willen ins Kino zu gehen.

Was natürlich zu der Frage führt, wo ich vielleicht sonst noch aus irrationalen Gründen an versunkenen Kosten festhalte? Dieses Phänomen lässt sich leicht auf viele andere Bereiche übertragen.

Spiele ich seit 40 Jahren Lotto mit den gleichen Zahlen? Halte ich verlustreiche Aktien, weil die damals teuer waren? Hängen alte Klamotten im Schrank, die ich nie wieder anziehe, aber die mal so toll waren?

Ganz nüchtern betrachtet könnte man das auch auf Partnerschaften und Beziehungen übertragen. Vergangene investierte Gefühle, Zeit und “Kosten” sind versunken, “verloren”. Ob man sich von seinem Partner heute trennen sollte, hat rein objektiv nichts mit der Dauer der gemeinsam verbrachten Zeit zu tun, sondern nur mit dem Jetzt: Habe ich und mein Partner heute genügend Gefühle?

Aber zum Glück ist der Mensch nicht immer ein rationaler Roboter…

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Erreichung unseres Ziels bzw. der Teilziele lässt sich sinnlich wahrnehmen bzw. überprüfen

30. Januar 2009

Gestern habe ich mit einem Bekannten über den erfolgsblog.com gesprochen und über die Blogserie zum Thema Ziele. Nach einer für mich sehr lehrreichen Diskussion über die Findung und Formulierung von Zielen — von wohlgeformten Zielen — hat er mir eine wichtige Frage gestellt. Diese Frage hat mich sehr gefreut, denn genau dieser Punkt wird beim Thema Ziele oft vergessen.

Wenn man das Leben, wie es die Schriftsteller der Romantik zum Beispiel getan haben, als eine Reise auffasst, eine ewige Wanderschaft so lange das Leben dauert, ist eines eigentlich völlig klar. Man kommt durch verschiedene Landschaften, die unterschiedliche Strukturen haben. Man durchwandert lichte oder finstere Wälder und saftige grüne Wiesen. Schroffe Gebirge und anmutige Täler. Man kommt an blauen Seen vorbei, einladend warm vielleicht oder kalt und tief. An stillen oder auch einmal an rauschenden Flüssen oder am Meer. Die Sonne glitzert auf den Wellen, es riecht nach Salzluft — irgendwie.  Faszinierende, bunte Städte liegen am Weg und stille romantische Dörfer. Eine ganze Welt eben, die du mit all deinen Sinnen aufnehmen, sehen, hören, riechen, schmecken kannst und du weißt, was du fühlst, wenn du daran denkst.

Aber zurück zur Frage meines Bekannten. Zurück zu einem der entscheidenden Kriterien, die du beachten willst, wenn du ein Ziel wohlgeformt formulierst.Woher weißt der Wanderer eigentlich, dass er angekommen ist? Woran erkennst du, dass du dein Ziel erreicht hast? Du weißt jetzt bestimmt schon, dass die Lösung in der für dich richtigen Formulierung deiner Ziele liegt.

Wenn du dir nämlich vorgestellt hast, wie es sich anfühlen wird, was du siehst und hörst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Wenn du dir das wieder und wieder vorgestellt hast. In das Gefühl hineingegangen bist. Dich voll auf deine Ziele eingelassen hast. Dann ist das Gefühl vom Bereits-erreicht-haben nicht etwa wie ein Fremder für dich sondern ein lieber alter Bekannter von dir. Wenn du ihn dann einmal auf deinem Weg triffst, wirst du ihn sofort erkennen. Du weißt, dass er es ist. Dein Gefühl weiß es.

Schon in der Ferne wirst du ihn unter allen anderen erkennen und du kannst immer sicherer, immer schneller auf ihn zulaufen. Bis du ihn erreicht hast, ihm die Hand gibst, ihn vielleicht umarmst.

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele.

Ludwig

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Unser Ziel ist ökologisch und damit situationsspezifisch angemessen

28. Januar 2009

Häufig steht unserem Ziel ein ganz kleines Hindernis im Weg, das sehr schnell und sehr leicht aus dem Weg geräumt werden kann. Angst. Es gibt verschiedene Ängste, die wir manchmal erzeugen um uns am Erreichen von Zielen zu hindern: Es gibt zum Beispiel die Angst, dass etwas schief gehen könnte. Mit dieser Angst soll sich ein anderer Eintrag beschäftigen. Jetzt soll es um eine andere Angst gehen. Um die Angst, dass wir erfolgreich sein könnten.

Bei Ökologie denkt heute eigentlich jeder an Umwelt- und Naturschutz, an einen sorgsamen und sparsamen Umgang mit den Ressourcen der Welt. Willst du wissen, ob diese Begriffserklärung etwas mit dem Thema Ziele zu tun hat?  Stell dir doch als Beispiel einmal die folgenden Situationen vor.

Ein Bankangestellter möchte mehr Verantwortung übernehmen, bildet sich stetig fort. Doch mit der Zeit muss er feststellen, dass sein Arbeitgeber ihn nicht weiterkommen lässt. Er zieht die Konsequenz und macht sich selbstständig.

Eine Frau stellt fest, dass  in ihrer Beziehung etwas fehlt. Sie versucht lange Zeit es mit dem Partner bzw. beim Partner zu finden, doch es gelingt ihr nicht. Sie macht sich die Entscheidung sehr schwer, aber letztendlich trennt sie sich.

Oder du bekommst ein Angebot für eine neue Stelle. Eine Beförderung, ein neuer Arbeitsplatz — diese Stelle befindet jedoch sich in einer anderen, weit entfernten Stadt. Wie wirst du dich entscheiden?

Was haben die drei Ereignisse gemeinsam? — Ja, sie verändern nachhaltig das Leben der genannten Beteiligten. Sie tangieren aber auch das Leben anderer. Die Beziehung zu den Kollegen und Freunden, zum Partner, der Familie, den Kindern, etc. Wie stehe ich also zu den Konsequenzen, wenn ich mich so oder auch genau anders entscheide. Welche Veränderungen bedeutet die Entscheidung für die anderen Facetten meines Lebens?

Aber was haben diese Beispiele mit Zielfindung bzw. Formulierung zu tun? Sie sind eben nur Beispiele für Entscheidungen, vor die uns das Leben stellen kann. Entscheidungen über Chancen, die uns das Leben bietet, die wir nur mehr oder weniger angestrebt haben. Wenn wir Ziele formulieren, streben wir jedoch aktiv zu diesen Chancen hin. Wir definieren sie und materialisieren sie dadurch erst. Selbstständigkeit. Eine erfüllte Partnerschaft. Erfolg im Beruf.

Es ist eine gute Idee, wenn du deine Ziele dahingehend überprüfst, ob auch die Konsequenzen der Zielerreichung, wenn du sie dir vorstellst, schöne Bilder machen, gute Gefühle. Ob sie auch für die anderen wichtigen Teile deines Lebens passen, für das soziale Umfeld, das dir wichtig ist. Wenn du nämlich ein schlechtes Gefühl hast, während du dir vorstellst, dein Ziel erreicht zu haben, wirst du unbewusst die Zielerreichung sabotieren.

Wenn du einmal in Ruhe darüber nachdenkst, fällt dir bestimmt auch ein Beispiel aus deinem Leben ein, wo es einmal so war. Ab jetzt kannst du mit dem Ökologiecheck eine solche Selbstsabotage leicht vermeiden.

Kannst du dir vorstellen, von deinem Ziel geradezu angesaugt zu werden? Kannst du dir vorstellen, dass du im Erreichen deiner Ziele mit deinen Ressourcen schonend und mit deiner Umgebung achtsam und respektvoll umgehst. Dass du schon ein gutes Gefühl hast, wenn du nur daran denkst? Erinnerst du dich nicht schon jetzt an eine solche Situation aus deinem Leben?

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

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Unser Ziel hat eine angemessene Größe 2

28. Januar 2009

Wenn du einmal die Entwicklung eines Babys betrachtest, wirst du — gleich auf den ersten Blick — etwas feststellen. Zum Beispiel ist es doch so, dass ein Neugeborenes zunächst nur auf dem Rücken liegen kann, sich später auf den Bauch dreht und irgendwann beginnt zu krabbeln.

Irgendwie ist das doch genauso wie beim Kochen, eigentlich eher beim Backen — Nur für die Profis: Gerade beim Backen sind nicht nur die Zutaten und ihre Qualität wichtig sondern auch die Reihenfolge, in der du die Zutaten zusammenmengst und vor allem die genaue Menge.Also für alle Koch- bzw. Backmuffel: Ein leckeres  und wohlschmeckendes Gericht ist eine komplexe Herausforderung!Ein bisschen zu viel Mehl, ein wenig zu wenig Milch … aber zurück zu unserem Beispiel mit dem jungen Erdenkind.

Stell dir doch einmal vor, du wärst wieder ein Säugling und würdest auf dem Boden liegen — auf dem Rücken. Und nach oben schauen. Nach oben zu den Erwachsenen. Schau dir an, was die schon alles können. Sitzen, stehen, ja sogar gehen und laufen, springen. Alles mögliche! Und was kannst du bereits jetzt? Ganz genau, nichts davon! Jetzt bist du ja in Wirklichkeit bereits erwachsen und weißt, dass es für dich letztendlich kein Problem war, das alles zu erlernen. Und damals, was war dein vorherrschendes Gefühl? Ganz genau! Es war das absolute Vertrauen, dass du alles das erreichen wirst, was deine Eltern, alle anderen Menschen können.

Stell dir vor, du hättest damals in der selben Struktur gedacht, in der du heute — bis jetzt — Herausforderugnen angegangen bist — Zumindest gefühlt große Herausforderungen. Genau! Du würdest — nur noch bis jetzt — von ganz unten, vom Boden, nach ganz oben blicken, zu all den Menschen, die es geschafft haben, was du dir bis jetzt nur wünschen kannst. Und was würdest du denken? —- Ganz genau!

Und während du dich erinnerst, auf welche Weise du bereits viele komplexe und anspruchsvolle  Ziele erreicht hast: Deinen Schulabschluss, den Führerschein, Schubänder zubinden, [beliebigs Ziel] — fällt dir jetzt bestimmt schon ein, wie du diejenigen Ziele erreichen wirst, die du dir in letzter Zeit — oder eigentlich immer schon — vorgenommen hast! Leicht, schnell, wie selbstverständlich. Die Ziele, die du ab jetzt Schritt für Schritt erreichen wirst.

Welchen Schritt und ist er noch so klein, kannst du also bereits jetzt als ersten machen, der dich deinem Ziel ein Stückchen näher bringt. Welche Zutaten wirst du verwenden? In welcher Menge? Welches wird die optimale Reihenfolge sein?

Viel Spaß beim Planen und Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

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Unser Ziel hat eine angemessene Größe

21. Januar 2009

Wann hast du das letzte Mal gedacht, das, woran ich denke, was du mir vorschlägst, ist schon richtig. Das klingt logisch, einsichtig, ist nachvollziehbar, ist anzustreben. ABER, es ist einfach viel zu viel, zu groß, zu schwer. Das schaffe ich NIE!

Gestern habe ich einen Bericht gesehen über eine Familie, die ihre Heizung von Gasversorung auf Holz-Pellets umgestellt hat. Abgesehen davon, dass diese Art des Heizens wohl sowohl ökonomisch als auch ökonomisch sinnvoll ist, hat mich doch zunächst mal folgendes  nachdenklich gemacht. Man braucht Brennstoff, die Pellets und zwar eine ganze Menge. Ganz schön schwer!

Andererseits gibt es auch den Fall, dass das Ziel darin besteht, jeden Tag die Zähne zu putzen, die Unterwäsche regelmäßig zu wechseln, in Zukunft 10% Trinkgeld zu geben, meinem Partner, meinen Mitarbeitern meine Wertschätzung mitzuteilen – oder ähnliches.

Was haben beide Aspekte gemeinsam? — das Ziel ist nicht motivierend! — Der Grund — die Ziele sind entweder zu groß, zu schwer zu erreichen, zu weit entfernt oder sie sind einfach zu klein, zu leicht erreichbar. Gott sei Dank sind die Pellets in Säcke verpackt. Zum Glück sind diese Säcke genau so schwer, dass ich sie …

Ein “mittleres Anforderungsniveau” motiviert am meisten, sagen die Psychologen. Das Ziel muss fordern, wirklich fordern. Es muss jedoch auch als wirklich erreichbar erscheinen. Du musst dir sicher sein, dass du es erreichen kannst.

Was ist also die Lösung? Eigentlich weißt du es schon — Ein zu großes Ziel wird unterteilt — in kleinere Teilziele. Zu kleine werden aufgezogen, in wirklich anzustrebende, in erstrebenswerte, in motivierende.

Willst du nicht auch stolz auf dich sein!

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele.

Ludwig

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Unser Ziel wird sinnesspezifisch klar konkretisiert

21. Januar 2009
  • Wärst du gerne berühmt,  erfolgreich, beliebt, selbstbewusst, glücklich oder vielleicht sogar selbstständig?
  • Wärst du gerne unabhängiger, könntest deine Zeit eigenständiger einteilen oder deinen Erfolg zielstrebiger verfolgen?
  • Oder hättest du lieber eine gute Beziehung, eine schöne Wohnung, einen interessanten Urlaub?

Alle diese Ziele haben eines gemeinsam — na? — genau. Mein Freund Richard würde sagen, man kann sie nicht in ein Wägelchen legen. Also kann man sie nicht suchen und, sollte man sie trotzdem zufällig gefunden haben,  kann man sie auch nicht einfach mitnehmen. Sie sind einfach noch zu abstrakt bzw. zu wenig konkret.

Wie wäre es, wenn du dir  — gerade jetzt — vorstellen würdest, dass du, schon wenn du morgens aufwachst, beginnst, Pläne zu schmieden für den Tag, für die nächste Woche, das nächste Jahr, usw.

Richard hat mir einmal erzählt, dass er bei seinem letzten Autokauf etwas unglaublich Lustiges erlebt hat. Er hat sich den Prospekt für sein Lieblingsauto geholt, hat im Internet recherchiert und sich mit seinen Freunden über dieses Modell unterhalten. Über Form und Farbe, die Power und den vollen Klang des Motors und wie es sein müsste, wenn der Wagen voll anzieht und er von dessen schierer Kraft in die Sitze gedrückt würde.

Und dann ist es passiert. Plötzlich sieht Richard überall sein Auto-Wunsch-Vorstellungs-Modell. Auf der Straße. In der Fernsehwerbung. In Filmen. Und in der Werbung. Offensichtlich hatte er, wie meine Mutter sagen würde, nichts mehr anderes im Kopf als sein neues Auto – typisch!

Als er sich beim Autohändler dann genau sein Traumauto gönnen wollte, sieht er plötzlich, dass der Verkäufer seltsam geformte Nasenlöcher hatte. Oje – bitte nicht das selbe Spiel wie mit dem Auto!

Wenn du willst, stelle dir doch jetzt einmal DEIN ZIEL vor. Versuche zu sehen — was sehen wirst — wenn du es erreicht hast. — Lass dir Zeit — nicht so schnell. Was wirst du hören? — Was wirst du fühlen. Kannst du schon jetzt den Geruch, den Geschmack erkennen.

Kannst du dein Ziel jetzt begreifen?

Viel Spaß mit deinem Erfolg!

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Unser Ziel beinhaltet keine Vergleiche

18. Januar 2009

Was würdest du denken,

  • wenn ein Bergsteiger versuchen würde möglichst weit vom Parkplatz am Fuß des Berges wegzukommen,
  • ein Marathonläufer dir sagen würde, er erreiche das Ziel am besten, wenn er ganz schnell von der Startlinie weglaufe.

Viele Menschen würden sagen, dass es motivierender ist, wenn du an das Erreichen deines Zieles denkst. Wenn du dir vorstellst, was du siehst, was du hörst, was du fühlst, wenn du es bereits erreicht hast. Deshalb hast du dein Ziel ja auch bereits positiv formuliert und deshalb wirst du dich bzw. dein Ziel auch nicht mit anderen oder mit anderem vergleichen.

Du willst nämlich sicher nicht

  • schlanker als deine Bekannten,
  • erfolgreicher als deine Eltern, oder
  • glücklicher als irgendjemand anderes sein!

Du willst bestimmt vielmehr

  • genau deine Traumfigur haben, dich in deinem eigenen Körper wohl fühlen,
  • genau den Erfolg, in genau dem Bereich, auf genau die Art erreichen und
  • genau auf die Weise glücklich sein, die dir und nur dir entspricht.

Die ganz deine eigene ist. — Die nicht abhängig oder gesteuert von anderen oder deren Meinung ist. — Die du alleine definierst. — Und die deshalb ganz alleine dir gehört.

Natürlich kann der Erfolg anderer dich aufrütteln und motivieren. “Wenn der oder die das schaffen, kann ich das auch!”

Trotzdem, wenn du erst einmal damit angefangen hast, dich – auf jeden Fall bereits mental – auf deine Ziele zuzubewegen, auf die Ziele, die endlich deine eigenen sind, dann wirst du dir schon bald — vielleicht bereits jetzt — nicht mehr vorstellen können, dass es einmal eine Zeit gegeben hat, in der du — zuerst — in das Geschenkpäckchen der anderen geschaut hast, bevor du bemerkt hast, welche Geschenke für dich möglich sind

Viel Spaß beim Erfolg!

Ludwig

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Unser Ziel ist mit Hilfe unserer Ressourcen erreichbar

15. Januar 2009

Wenn du unterwegs, auf deiner Reise bist und dein Ziel positiv formuliert hast, wo liegt dann die nächste Herausforderung, die es zu meistern gilt? Diese Herausforderung wartet an einer Stelle, die du zunächst nicht vermutet hättest – aber Herausforderungen haben einen großartigen und einmaligen Vorteil – sie fordern uns heraus …

Ich will erreichen, dass mein Vorgesetzter meine Leistung wahrnimmt.

Ich will erreichen, dass meine Mitarbeiter motivierter sind.

Ich will erreichen, dass meine Mitmenschen mich mehr beachten.

Ich will erreichen, dass mein Partner mich endlich liebt.

Ich will, dass andere

Wer kennt sie nicht, diese Art von Zielformulierungen? Aber wo liegt der Fehler, wo gebe ich die Initiative aus der Hand? Wo mache ich meinen Erfolg abhängig vom Handeln, von der Reaktion der anderen? Wo werde ich gelebt, statt zu leben, zu gestalten, zu handeln?

Diese Formulierungen, die eine externale Reaktion erreichen wollen, haben ein einfaches Prinzip, das ich hier einmal hinterfragt wissen möchte.

Was kannst du leichter verändern – das, was im ICH liegt, oder die Welt?

Es gibt Menschen, die die Antwort auf diese Frage, die selbst die Frage für  banal halten könnten. Du kennst diese Menschen und weißt – ja – jedes Kind weiß die Antwort.

Und während du überlegst, was in dir passieren würde, wenn du konsequent und stets die Verantwortung für dein Handeln übernehmen würdest. Wenn die Anderen diejenigen werden, die mit deinem Handeln konfrontiert, überrascht, erfreut werden – wie sehr kannst du dann genießen, dass du dein Leben in deiner Hand spürst?

Viel Spaß und Freude beim Übernehmen von Verantwortung!

Ludwig

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Unser Ziel wird immer positiv formuliert

14. Januar 2009

Viele von uns wollen nicht mehr rauchen, nicht mehr so viel essen, ihre Arbeit, den Müll, die Wäsche, ihren Hausrat etc. nicht mehr herumliegen lassen – und so fort. Aber jeder weiß ganz genau, was passiert, wenn man seine Ziele auf diese Weise formuliert.

Dazu ein Experiment:

Überlege dir diejenige deiner Verhaltensweisen, die dich an dir am meisten nervt, die du am liebsten loswerden würdest. Denke nach — ich bin mir sicher, du hast schon jetzt eine Idee — genau — die. Und jetzt stelle dir vor, wie du genau dieses Verhalten nicht mehr hast.

Ein Bekannter hat mir heute erzählt, dass er unbedingt mit dem Rauchen aufhören wollte und er es alleine einfach nicht geschafft hat. Deshalb ist er zu einem Arzt und Hypnotherapeuten gegangen und hat ihn um Rat gefragt. Dieser hat ihm folgenden Rat gegeben.

In einer Indianergeschichte kommt ein kranker Mann zum Medizinmann des Stammes und fragt ihn, was er gegen seine bösen Träume machen solle. Er würde jede Nacht immer wieder schweißgebadet aufwachen, unglaubliche Angst verspüren, dass er  im vollen Galopp von seinem Pferd fällt. Und genau das sei ihm seither immer wieder passiert, er habe sich immer wieder schwer verletzt und deshalb habe er jetzt Angst um sein Leben.

Der Medizinmann antwortet dem Mann folgendes. Wenn du jetzt nicht an dein Pferd denkst und nicht daran denkst, was passiert, wenn du von ihm fällst, was kannst du fühlen?

Der Indianer dachte kurz nach und bedankte sich dann beim Medizinmann für dessen Hilfe, denn jetzt wusste er plötzlich ganz genau, was er tun musste.

Und diese Geschichte hat meinen Freund den Weg gezeigt, den er gehen würde. Er hat sich nämlich ab diesem Zeitpunkt entschieden, nur noch das als Ziel anzustreben, was er wirklich will.

Wie würde sich ein freies, gesundes Leben anfühlen, wie eine saubere und aufgeräumte Wohnung, ein klar strukturierter Arbeitsplatz. Warum nicht genau das Ziel formulieren, das ich erreichen will. Wenn du es willst, tust du es. Wenn du es tust, erreichst du es. Wenn du es erreichst, traust du dir Weiters zu.

Wenn du später zurück denkst, wirst du dir noch vorstellen können, dass du es dir nicht vorstellen konntest. Wie fühlt es sich an – jetzt?

Viel Spaß bei Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

Allgemeines, Motivation und Definition von Zielen

Die Aufgabe ist so groß, das erledige ich nächste Woche

13. Januar 2009

Wer kennt die folgende Situation? Der Schreibtisch quillt schon wieder über, Stapel von Papieren türmen sich in der Wohnung, die Körbe mit Bügelwäsche sind genauso voll wie die mit der Schmutzwäsche, die Fenster müssen schon wieder geputzt werden, der Müll… und der Abwasch und da ist doch auch noch …Oh Gott – soviel auf einmal! ich glaube, ich mache erst mal den Fernseher an … oder gehe in die Stadt … oder rufe meine Freundin an … oder …

Dazu fällt mir eine Geschichte von Michael Ende ein, die heute in einer Morgenandacht vorgelesen wurde.

Ein Straßenkehrer erklärt Momo, wie er seine Arbeit macht. Früher habe er beim Kehren immer daran gedacht, wie unendlich lang die Straße sei, die er kehren müsse. Und wie unendlich lange es dauern würde, um sie zu kehren. Und während er kehrte, habe er bei jedem Besenstrich nur daran gedacht, ein wie weiter Weg noch vor ihm liegen würde.

Es ist ihm als gegangen wie einem Freund von mir, den ich zum ersten mal auf eine größer Bergtour mitgenommen habe. Ich habe dafür den Schildenstein am Tegernsee ausgesucht, der ein gemeiner Berg ist. Da sieht man nämlich schon vom Parkplatz aus den Gipfel. Und als wir losgegangen sind, habe ich nach oben gezeigt und zu meinem Freund gesagt, schau mal, da gehn wir jetzt rauf. Nachdem er sich den weit entfernten Gipfel angeschaut hatte, hat er frustriert zu mir gesagt, das schaffe ich nie.

Um meinen Freund zu motivieren, habe ich ihn gefragt. Sag mal, wie isst man ein Mammut? — Na? — Ganz richtig — Bissen für Bissen!

Und dann haben wir gemeinsam den Aufstieg eingeteilt. Vom Parkplatz zur Kaffeehütte, wo es den leckeren selbstgebackenen Kuchen der Bäuerin gibt, von der Kaffeehütte zur Aussichtsbank mit der tollen Aussicht auf den See und dann zur Blaubergalm mit den Tees aus dort oben frisch gepflückten Wiesenkräutern. Und dann, nach einer angemessenen Pause, dann der letzte Weg ganz hinauf zum Gipfel.

Und genauso hat es auch der Straßenkehrer aus Momo gemacht. Immer einen Strich nach dem anderen, immer an den einen Strich denken, den er gerade macht, nicht zurück, nicht nach vorne. Und plötzlich, ohne dass er es gemerkt hatte, war die gesamte Straße gefegt, ohne Anstrengung ohne negative Gefühle. Und dann kommt ja auch schon die nächst Straße …

Warum die Aufgabe, zum Beispiel einen hohen Stapel Dokumente, Briefe etc., die übergroß erscheint, nicht einmal in Teile zerlegen, einzelne Päckchen sozusagen. Warum nicht nach jedem Päckchen eine kleine Belohnung. Warum nicht in der Aufgabe arbeiten und nicht ihr hinterher oder immer voraus?

Viel Spaß beim Erfolg!

Ludwig

Allgemeines, Motivation und Definition von Zielen