Herzlich Willkommen und viel Spaß beim Erfolgsblog!

Achtsames Leben

29. März 2009

Hier einige Gedanken zum Thema, wir leben in genau der subjektiven Realität, die wir uns selbst erschaffen, und zwar aus einer gesicherten, zuverlässigen und damit glaubwürdigen Quelle:

Achte auf deine Gedanken – sie werden zu Gefühlen

Achte auf deine Gefühle – sie werden zu Worten

Achte auf deine Worte – sie werden zu Taten

Achte auf deine Taten – sie werden zu Gewohnheiten

Achte auf deine Gewohnheiten – sie bilden deinen Charakter

Achte auf deinen Charakter – er bestimmt dein Schicksal

von Mahatma Gandi

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Disney-Strategie – Der Träumer kann alles

18. Februar 2009

Wie kann ich meine Ziele hell und klar, konkret, groß, bunt und schillernd, also  motivierend, anziehend, sogar sexy so in mein Leben integrieren, dass ich nie vergesse, sie mit Lust und so mit einer erstaunlichen Leichtigkeit zu verfolgen?

Stell dir vor, du dürftest ungehemmt träumen, dir alles vorstellen, dir mit bunten Farben ausmalen, wie du dein Ziel erreichst,  in deinem Ziel stehst. Du würdest dir die angenehmen Klänge, die Musik zu deinem Traum vorstellen, erfüllt sein von diesen wundervollen Tönen. Du könntest die Erregung, die Energie spüren, ausgehend von genau der Stelle, wo es bei dir in solchen Momenten immer beginnt zu kribbeln, zu pulsieren, was immer du fühlst.

Wie würde es sich anfühlen, wenn du einfach jetzt schon an eines deiner Ziele denkst. Wie du sie erreichst, wann du sie erreichst, was dafür oder dagegen spricht. wird jetzt einfach einmal ausgeblendet, der Kritiker und der Realisierer in dir können schweigen — jetzt.

Stell dir dein Ziel doch einfach einmal vor.  Mach dir ein großes Bild — vielleicht willst du es noch größer machen — es näher an dich heranziehen — die Farben intensiver machen. Du darfst dich in dem Bild sehen, in deiner Tätigkeit, im Ziel. Was kannst du alles sehen, wie fühlt es sich an, jetzt wo du ganz und gar in deiner Vision bist. Wie sind deine Gefühle? Willst du die Freude, das Kribbeln, die Energie, die Motivation schon jetzt stärker werden lassen, oder achtest du zunächst auf die Klänge in deiner Vorstellung, deine innere Stimme der Freude, der Leichtigkeit, des Selbstvertrauens? Des klaren Wissens, wie intensiv dein Erlebnis gerade jetzt schon ist.

Du willst vielleicht diese Gefühle erst einmal einige Zeit genießen. Spiele damit, mach es immer intensiver, ein gutes Gefühl so stark, wie du es nur willst. Vielleicht ist es schon stärker, als du bis jetzt geglaubt hast, es jemals empfinden zu können. Wer weiß?

Wie fühlt es sich an, endlich einmal deine Träume träumen zu dürfen? Wie fühlt es sich an, deine Fantasie, deine Wünsche endlich einmal fließen zu lassen? Wie fühlt es sich an, wenn deine Gedanken einfach immer weiter schweifen wollen, mehr und mehr anziehen?

Du darfst deine Vision genießen!

_____________________________

Der Kritiker und der Realisiere sind wichtige Teile von dir und wichtige Komponenten jeder Entscheidung — halte deshalb bitte ihre jeweiligen Aufgaben einfach auseinander. Denn sie sind immer erst nach dem Träumer an der Reihe!

______________________________

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

Speed Reading – Übung: Mit dem Finger lesen

12. Februar 2009

Das Ziel unserer Bemühungen ist es, nicht nur schneller zu lesen, also mehr Zeichen, Worte, Seiten pro Zeiteinheit, sondern gleichzeitig Texte auch besser zu verstehen, mehr Inhalt aufzunehmen. Es geht also sowohl um eine quantitative als auch um eine qualitative Steigerung der Lesefähigkeiten.

Der erste und leichteste Schritt, diesem Ziel näher zu kommen, ist, das – mehr oder weniger – laute Mitlesen zu unterbinden. Dies geschieht ganz automatisch, wenn wir unsere Lesegeschwindigkeit durch den ebenso einfachen und genialen Trick erhöhen, der uns bereits das allererste Lesen erleichtert hat. Leider haben unsere Lehrer dieses Hilfsmittel sehr schnell wieder verboten, vielleicht wäre es sonst zu schnell gegangen, wer weiß?

Versuche es doch einfach einmal und du wirst erstaunt sein, wie sehr deine Lesegeschwindigkeit sich steigert, wenn du anfängst mit dem Finger zu lesen. Fahre zum Beispiel mit dem Zeigefinger die Zeilen vom ersten Wort bis zum Zeilenende in der größtmöglichen Geschwindigkeit ab und “wische” in einer einzigen schnellen Bewegung zum Beginn der nächsten Zeile zurück und immer so weiter.

Auf diese Weise “zieht” der Finger euer Auge quasi über die Zeilen mit und zwingt es, sich immer nur nach vorwärts zu bewegen, ein sich vergewisserndes “Zurückspringen” des Auges wird ausgeschlossen. Durch die dadurch entstehende Geschwindigkeit, bei gleichzeitigem Fehlen einer “Rückvergewisserungsoption”, wird das Gehirn jedoch dazu gezwungen, aufmersamer zu lesen, sich mit seiner ganzen Kraft auf den Text einzulassen. Die erzwungene Aufmerksamkeit setzt wiederum im Gehirn  Aufnahme- und Verarbeitungskapazitäten frei, die es dir erlauben werden, die Geschwindigkeit nochmals zu erhöhen.

Wie praktisch, genial und einfach! Schneller lesen, lässt dich schneller lesen, lässt dich mehr verstehen!

Das kannst du dir nicht vorstellen? Du hast recht und zum Glück brauchst du es dir ja auch nicht vorzustellen. Es genügt, wenn du, während du diese Technik ausprobierst, feststellst, dass du beginnst, schneller zu lesen, als du es jemals für möglich gehalten hast.

Nimm dir zum Ausprobieren ein Buch deiner Wahl zur Hand, immer das selbe. Du liest stets zuerst eine Seite auf die Art, die du bisher kennst und stoppst dabei die benötigte Zeit. Dann liest du die nächste Seite als Testopereation für die neue Technik und vergleichst, um wieviel du schneller geworden bist. Willst du den Fortschritt jedesmal notieren, etwa zu Motivationzwecken? Dann einige weitere Seiten lesen um die neue Lesetechnik einzuüben und zu verfestigen. Denk daran, immer die Zeit stoppen, und — nur Übung macht den Meister.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen deiner erstaunlichen Fortschritte.

Ludwig

Dankbar sein

9. Februar 2009

Danke!

Wann hast du dieses Wort das letzte Mal benutzt? Nicht so lange her – stimmts? Doch wann hast du das letzte Mal wirkliche und tiefe Dankbarkeit empfunden. Dankbarkeit für etwas Wertvolles, das dir geschenkt worden ist – oder für eine wertvolle Person in deinem Leben.

Da gibt es ja  Menschen, die Tag für Tag jammern, wie schlecht die Welt doch sei, oder ihre Kollegen, dass sie immer Pech hätten, keine Chance oder kein Geld, kein Eigenheim oder keine Freunde. Und je mehr sie davon sprechen, je öfter sie gerade daran denken, desto mehr von diesen nicht so angenehmen, scheinbaren Tatsachen sehen sie in ihrem Leben. Desto mehr fühlen sie sich noch nicht so gut, wie sie es gerne täten — oder könnten.

Wenn du daran denkst, wie du ein Kind warst, kannst du dich vielleicht daran erinnern, dass du mit deiner Mutter oder deinem Vater ein Nachtgebet gesprochen hast. Vielleicht hast du auch, kurz bevor du eingeschlafen bist, ganz fest an etwas gedacht, das du dir wünschst. Und vielleicht machst du es ja auch heute noch so. Du bittest innerlich ganz intensiv um etwas. — Wen auch immer du damit ansprichst. Das fühlt sich doch ganz normal an!

Angenommen, du wärst derjenige, der für die Erfüllung dieser (deiner) Wünsche zuständig wäre. Diese Zuständigkeit wäre für dich völlig selbstverständlich und du würdest alles tun um sie zu erfüllen, diese Wünsche. Und du würdest eine Menge von ihnen erfüllen. Sicherlich gelänge es dir — nicht jetzt sofort — alles zu schaffen, aber manchmal früher, manchmal auch später, manchmal leichter oder noch etwas weniger deutlich erkennbar, alles auf deiner to do liste erfüllt sich.

Was würde dich um so mehr ermutigen und motivieren weiter zu machen, dich noch mehr ins Zeug zu legen, noch intensiver daran zu arbeiten, gute Gefühle zu erzeugen? Was bräuchtest du sozusagen als Feedback, damit du erkennen kannst, dass der Beschenkte auch bemerkt, dass du dein Geschenk bei ihm abgeliefert hast? Was zeigt dir, dass du für ihn in die richtige Richtung handelst, dass die Wunscherfüllung ihm gut tut?

Richtig – Es ist das Gefühl des dankbaren Annehmens deiner Geschenke! Dazu eine mächtige Übung. Diese Übung darfst du — als Versuch sozusagen ( für Nebenwirkungen wie gute Gefühle, Motivation, Lebensfreude etc. wird nicht gehaftet) — zum Beispiel eine Woche lang – ausprobieren.

Wenn du dich abends ins Bett gelegt hast und zur Ruhe gekommen bist. Du hast das Licht ausgeschaltet und es dir im Bett bequem gemacht. Du bist bereit, jetzt gleich einzuschlafen. Kurz bevor die Gedanken beginnen zu zerrinnen. Denke an die Sache, für die du heute am dankbarsten sein darfst.

Schon nach kurzer Zeit kann es sein, dass du bemerkst, dass du unter immer mehr Möglichkeiten entscheiden musst. Wie würde es sich anfühlen, wenn du mehr und mehr spürst, dass immer mehr von deinen Wünschen erfüllt werden? Wie erfolgreich willst du sein?

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

Wie ein unbekannter Comic-Zeichner ein Medien-Imperium aufgabaut hat

5. Februar 2009

Wer kennt sie nicht: Micky Maus, Donald Duck, Goofy und wie sie alle heißen? Wer hat noch nie einen der zahlreichen Trickfilme gesehen, wer noch nicht von den Disney-Parks zumindest gehört? Auch ein gigantisches Medienimperium trägt den Namen seines Gründers: Disney.

Vom Tellerwäscher zum Millionär? Wie, so stellt sich die Frage, hat ein einzelner Unternehmer es geschafft, solch einen immensen Erfolg zu haben. Wie hat er es geschafft, von einem unbekannten Comic-Zeichner zu einem Medienmogul  zu werden, der sogar beträchtlichen politischen Einfluss ausgeübt hat?

Oder vielmehr anders herum. Was macht ein Mann wie Walt Disney anders als andere Menschen? Wie unterscheidet sich weniger erfolgreiches unternehmerisches Handeln — Handeln überhaupt — von sehr erfolgreichem? Was kann ich persönlich von Walt Disney lernen?

Der Kommunikationstrainer Robert Dilts hat durch das Analysieren von Disneys unternehmerischen Handelns die so-genannte Walt-Disney-Methode (auch Walt-Disney-Strategie genannt; im englischen Sprachraum Disney method) entwickelt. Dies ist eine Kreativitäts-Methode, die auf einem Rollenspiel basiert, bei dem eine oder mehrere Personen — völlig voneinander getrennt und nacheinander — ein Problem aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und diskutieren.

  1. Der Träumer ist subjektiv orientiert und enthusiastisch, enthält sich aber eines praktischen Urteils zu einer Idee oder Analyse.
  2. Der Realistnimmt einen pragmatisch-praktischen Standpunkt ein, entwickelt Aktivitätenpläne und untersucht die notwendigen Arbeitsschritte, -mechanismen und Voraussetzungen.
  3. Der Kritiker fordert heraus und prüft die Vorgaben der anderen. Ziel ist konstruktive und positive Kritik, die mögliche Fehlerquellen identifizieren hilft.

Das Geheimnis des Erfolgs ist hier nicht nur der spielerische Umgang mit den unterschiedlichen Blickwinkeln sondern insbesondere die strickte Trennung der einzelnen Positionen. Der Realist und vor allem der Kritiker schweigen, während der Träumer träumt, und umgekehrt.

Praktische Übungen bzw. Beispiele zu den einzelnen Positionen werden demnächst in einer lockeren Folge veröffentlicht.

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

Lesekompetenz – speed reading

3. Februar 2009

Leaders are Readers!”

Jedes Mal, wenn eine neue PISA-Studie veröffentlicht wird, können es viele Menschen einfach nicht glauben. Sie können nicht glauben, dass die Lesekompetenz bei Schülern so schlecht sein soll, wie behauptet.

Sind denn die Kinder heute weniger begabt als früher, sind sie sogar weniger intelligent? Das ist für viele eine wichtige Frage, denn jeder von uns war auch einmal ein Schüler. Wie steht es denn dann mit unserer eigenen Lesekompetenz?

Wie viele Bücher hast du letztes Jahr gelesen, letzten Monat, letzte Woche? Wie viele Zeitungen, Zeitschriften, zusammenhängende Artikel im Internet? Wie lange brauchst du, um ein Buch mittlerer Länge zu lesen?

John F. Kennedy, Jimmy Carter und andere waren Schnellleser. Sie brauchten für ein durchschnittliches Buch von 200 Seiten etwa zwei Stunden. Wohlgemerkt, sie haben es nicht nur gelesen sondern auch den Inhalt aufgenommen. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, geübte Schnellleser behalten etwa 80% bis 90% des Inhalts, den sie gelesen haben. Durchschnittliche Normalleser (= Langsamleser) etwa 40% bis 60%.

Die Erklärung ist ganz einfach. Wir haben in der Grundschule – meistens – eine wenig effiziente Lesemethode – für kompetente Leser - gelernt. Eine Methode, die Lesen-Lernen erleichtert, das fortgeschrittene Lesen jedoch verlangsamt. Die gute Nachricht – es ist sehr leicht und braucht nur wenig Übung zum Schnellleser zu werden.

Probiere es einfach einmal selbst aus. Lies einen beliebigen Text, zum Beispiel diesen Artikel. Hast du ihn dir auch im Kopf oder sogar leise vorgesprochen? Genau so hast du wahrscheinlich Lesen gelernt. Texte laut vorzulesen, damit der Lehrer überprüfen kann, ob du die Worte richtig liest, richtig aussprichst. Die Folge: Du wirst kaum schneller lesen können als sprechen, deine Sprechgeschwindigkeit wird zum begrenzenden Faktor für deine Lesegeschwindigkeit.

Die fatale Folge ist, dass durch die geringe Lesegeschwindigkeit zu wenig Input im Gehirn ankommt, um dieses ausreichen zu fordern. Die Gedanken schweifen ab, wir müssen immer wieder im Text zurückspringen, Sätze, ganze Absätze noch einmal lesen. Wer kennt das nicht. Noch einmal, das Problem ist eine Unterforderung des Gehirns. Wenn wir in genau der für unser Gehirn angemessenen Geschwindigkeit lesen, lesen wir voll konzentriert und damit schnell. Langsam Lesen macht also noch langsamer, schnell Lesen macht  schneller!

Unsere Lesetechnik zu optimieren, ist sehr leicht und geht sehr schnell. Wir können Texte einfach auf die für unsere Augen, unsere Wahrnehmung gemäße, natürliche Weise aufnehmen. Wir verbinden nicht mehr, wie völlige Leseanfänger, Buchstaben zu Wörtern; nicht mehr, wie fortgeschrittene Anfänger, einzelne Wörter zu Sätzen, Sätze zu Texten. Wir betrachten die Texte wie Bilder und nehmen sie bildhaft wahr.

So werden mehrere Wörter, Wortgruppen, sogar ganze Satzteile als Ganzes wahr- und aufgenommen. Schneller und sicherer gelesen.  Schnelles Lesen, lässt dich schneller lesen. Und schnelleres Lesen, lässt dich mehr aufnehmen, mehr behalten, mehr verstehen. Eine sich selbst antreibende Optimierungsspirale.

Zukünftig werde ich in lockerer Folge Übungen beschreiben, mit deren Hilfe du schnell und leicht deine Lesegeschwindigkeit und damit auch deinen Erfolg und deinen Spaß vergrößern bzw. optimieren wirst.

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

Realismus – Optimismus – Naivität

2. Februar 2009

Anlass dieses Artikels ist ein Gespräch, das ich heute Nachmittag mit einem Bekannten geführt habe. Es ging darin im weiteren Sinn darum, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen.

Sollten wir vorsichtshalber stets das Schlimmste annehmen und darauf hoffen, dass alles doch nicht ganz so schlimm kommt wie befürchtet? Wären dann die Erfahrungen, die wir machen, nicht besser, da wir nie enttäuscht würden. — Da immer nur unsere Vorannahmen sich erfüllt haben, nichts Unvorhergesehenes Negatives passieren kann.

Angenommen, wir würden uns immer darauf konzentrieren, auf was wir uns gerade konzentrieren. Angenommen wir würden immer das wahrnehmen, was wir als wahr annehmen. Angenommen, wir würden immer das finden, was wir gerade intensiv suchen. In welcher Welt würdest du leben wollen, wenn du es dir aussuchen könntest?

Nimm doch als Beispiel einmal irgend eine Sache, die dir bisher nicht so gute Gefühle gemacht hat. Etwas, wo du denkst: Immer wenn dies und das passiert, passiert automatisch das und dies. Und dann mach eine ehrliche Rechnung auf. Ist das wirklich immer passiert, jedes einzelne Mal? Oder nur sehr oft häufig, manchmal? Viele stellen jetzt fest, dass diese Verknüpfung tatsächlich nur eher selten vorgekommen ist, vielleicht sogar nur ein zwei Mal.

Was wäre, wenn du ab jetzt selbst entscheiden würdest, ob du dir die schönen Dinge ansehen willst, stets erst einmal das Gute, das Positive erwarten, den Erfolg deines Handelns annehmen. Wie würde es sich anfühlen, wenn du jedes mal daran glauben würdest, dass dir alles, was du anpackst gelingt, dass du deine Ziele erreichst. Heißt es nicht sogar “in dubio pro reo” — im Zweifel für den Angeklagten?

Wann willst du damit beginnen und im Zweifel positiv denken? Wann willst du damit beginnen, die Welt in einem neuen Licht zu sehen?

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

Sunk Costs

1. Februar 2009

Heute wollen wir ein Phänomen aus der Betriebswirtschaftslehre betrachten, das uns manchmal davon abhält “rationale” Entscheidungen zu treffen: Der “sunk costs”-Effekt!

Was sind nun versunkene Kosten? Sunk costs, versunkene Kosten, sind in der Vergangenheit entstandene Kosten oder Investitionen, die jetzt unbeeinflussbar geworden und daher irreversibel versunken sind. Egal was man tut, diese Kosten sind ein für alle mal verloren und können nicht irgendwie zurückgewonnen werden. Und weil sie unwiederbringlich sind, dürfen sie nicht für zukünftige Entscheidungen herangezogen werden. Alles was ich in Zukunft tue muss unabhängig von diesen Kosten sein.

Wie? Natürlich kommt es doch auf die Kosten an, wenn ich eine Entscheidung fällen will!

Klassisches Beispiel ist die Kinokarte, die man einige Zeit vor der Vorstellung kauft und nicht mehr umtauschen kann. Jetzt habe ich die Karte in der Tasche, der Preis ist bezahlt und alles ist gut. Bis ich vielleicht bemerke, dass ich gar keine Lust mehr auf den Film habe? Was dann? Spontan hätte ich gesagt, “ich gehe trotzdem ins Kino, schließlich habe ich schon so viel Geld dafür investiert”. Aber ist das wirklich eine rationale Entscheidung?

Betrachten wir einmal vereinfacht die möglichen Alternativen:

  1. Ich habe die Kinokarte bezahlt. Ich gehe ins Kino und schaue einen Film, obwohl ich gar keine Lust mehr darauf habe und ärgere mich vielleicht zusätzlich über die vertane Zeit.
  2. Ich habe die Kinokarte bezahlt. Ich gehe nicht ins Kino und verbringe meine Zeit lieber mit etwas, das mir mehr Spaß macht.

In beiden Alternativen habe ich die Kinokarte bezahlt, das Geld ist auf jeden Fall weg. Da es dabei keinen Unterschied zwischen den Alternativen gibt, kann man das Geld-Argument auch nicht zu einer rationalen Entscheidung heranziehen. Das Argument hebt sich gegenseitig auf. Am investierten Geld ändert sich schließlich nichts, egal was ich in der Zukunft tue.

Das entspricht nicht unbedingt unserer intiutiven, spontanen Entscheidungsstrategie. Zunächst hat man vielleicht das Gefühl, eine gültige Kinokarte zu verschwenden. Wenn sich allerdings die Umstände nachträglich ändern – beim Kauf hatte ich ja noch Lust auf den Film, jetzt nicht mehr – ist ein Festhalten an der ursprünglichen Entscheidung wegen bereits getätigten Investitionen wie gezeigt völlig irrational.

Wenn man sich das einmal bewusst macht, wenn man realisiert, dass versunkene Investitionen kein Argument für zukünftige Entscheidungen sein dürfen, ergeben sich für viele Entscheidungen heute oft völlig neue Perspektiven. Wenn ich den Geldaspekt bei der Kino-Entscheidung außer Acht lassen muss ist es relativ klar, dass ich lieber etwas erfreuliches tue, anstatt gegen meinen eigentlichen Willen ins Kino zu gehen.

Was natürlich zu der Frage führt, wo ich vielleicht sonst noch aus irrationalen Gründen an versunkenen Kosten festhalte? Dieses Phänomen lässt sich leicht auf viele andere Bereiche übertragen.

Spiele ich seit 40 Jahren Lotto mit den gleichen Zahlen? Halte ich verlustreiche Aktien, weil die damals teuer waren? Hängen alte Klamotten im Schrank, die ich nie wieder anziehe, aber die mal so toll waren?

Ganz nüchtern betrachtet könnte man das auch auf Partnerschaften und Beziehungen übertragen. Vergangene investierte Gefühle, Zeit und “Kosten” sind versunken, “verloren”. Ob man sich von seinem Partner heute trennen sollte, hat rein objektiv nichts mit der Dauer der gemeinsam verbrachten Zeit zu tun, sondern nur mit dem Jetzt: Habe ich und mein Partner heute genügend Gefühle?

Aber zum Glück ist der Mensch nicht immer ein rationaler Roboter…

Die Wahrheit über die Krise

31. Januar 2009

Wieder einmal ein Wort des Jahres, oder ist es das Unwort des Jahres 2008 (folgende?) – die Krise.

Ja, wir stecken in der Krise! In der globalen Finanzkrise, in der US-Immobilienkrise (die möglicherweise auf Deutschland ausgreift), in der automobilen Absatzkrise, der Arbeitsmarktkrise. Und was ist eigentlich mit der Krise meines Aktiendepots oder meiner Beziehungs-, meiner Midlife-Krise? Wir stecken in der Krise, die Krise hat uns fest im Griff.

  • Ich bin ein unglücklicher, kranker, glückloser Mensch!
  • Ich bin depressiv, traurig, melancholisch!
  • Ich bin nicht selbstbewusst, ich bin unordentlich und ein schlechter Koch!
  • Ich bin unsportlich, erfolglos, bin nicht liebenswürdig oder liebenswert!

Ich möchte in diesem Zusammenhang einmal ganz naiv fragen: Darf die Krise das überhaupt? Wer hat ihr das eigentlich erlaubt? Und woher weißt du, dass sie das kann?

Wenn wir auf den griechischen Ursprung des Begriffs  Krise (von krínein = trennen und krísis = Entscheidung, entscheidende Wendung) zurückgehen, wird klar, dass die Krise keinen Zustand beschreibt. der uns quasi gefangen hält. Sie ist vielmehr der  Höhe- und damit Wendepunkt einer Herausforderung bzw. Entwicklung, wenn sich eine Person Hindernissen auf dem Weg zur Erreichung wichtiger Lebensziele oder bei der Alltagsbewältigung gegenübersieht und diese nicht mit den üblichen Problemlösungsmethoden bewältigen kann. Dass es sich hierbei um einen Wendepunkt gehandelt hat, wird jedoch oft erst klar, nachdem die Krise abgewendet oder beendet wurde.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das chinesische Wort für Krise einerseits zwar eine Gefahr meint, andererseits jedoch Gelegenheit, Chance.Wenn eine Krise also  bisherige Erfahrungen, Normen, Ziele und Werte in Frage stellt, dann wird sie zu dem Zeitpunkt, an dem das Lernen neuer Strategien am wahrscheinlichsten wird. Sie ist der allerbeste Zeitpunkt, etwas völlig neues auszuprobieren!

Einzige Voraussetzung bei der Nutzung der Krise als Lebenschance ist ein Schritt, eine Bewegung. Wer sich unbeweglich fühlt, bewegungsunfähig, gefesselt oder sogar gelähmt, wer das Gefühl hat, etwas oder jemand habe ihn im Griff, bleibt in diesem nicht so guten Gefühl stecken. Wie lässt sich das Gefühl, das ja jeder kennt, anders verstehen. Wie lässt es sich als Botschaft unseres inneren Ichs verstehen?

Ich fühle mich (bis) gerade jetzt nicht so gut – physisch oder psychisch. An welcher Stelle tritt dieses nicht so positive Gefühl besonders prägnant auf? Was in meinem Leben verstärkt das Gefühl, in welchen Situationen fühle ich mich besser. Was sagt mir das über meine derzeitigen Lebensumstände? In welche neue Richtung will ich mein Leben lenken, so dass ich mich weg bewege von den Umständen, die mir bis jetzt ein nicht so gutes Gefühl gegeben haben. Welches ist die Richtung in der die guten Gefühle liegen? Was ist der erste kleine Schritt, der mich in die Richtung bewegt, in der die guten Gefühle auf mich warten?

Was hast du gerade getan? Genau, du hast einen vermeintlichen Zustand in einen Prozess verwandelt, einen Prozess, den du steuern kannst, der veränderbar ist. Du bist wieder am Steuerruder, du bestimmst, wohin das Schiff fährt. Sollte dein Radar oder dein Sonar dir später wieder melden: Dieser Kurs fühlt sich nicht so gut an, wie er es sollte, dann wirst du ihn wieder aktiv korrigieren. Jetzt bist du flexibel und frei in deinen Entscheidungen und Handlungen.

Und wenn du zurück blickst, zurück auf deine Krise, dann darfst du dankbar sein. Dankbar für die Möglichkeit, dich wieder neu auszurichten, Neues zu lernen, etwas zu tun, von dem du nie gedacht hast, dass du es je tun würdest. Wann hast du genau das das letzte mal erlebt?

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele!

Ludwig

Erreichung unseres Ziels bzw. der Teilziele lässt sich sinnlich wahrnehmen bzw. überprüfen

30. Januar 2009

Gestern habe ich mit einem Bekannten über den erfolgsblog.com gesprochen und über die Blogserie zum Thema Ziele. Nach einer für mich sehr lehrreichen Diskussion über die Findung und Formulierung von Zielen — von wohlgeformten Zielen — hat er mir eine wichtige Frage gestellt. Diese Frage hat mich sehr gefreut, denn genau dieser Punkt wird beim Thema Ziele oft vergessen.

Wenn man das Leben, wie es die Schriftsteller der Romantik zum Beispiel getan haben, als eine Reise auffasst, eine ewige Wanderschaft so lange das Leben dauert, ist eines eigentlich völlig klar. Man kommt durch verschiedene Landschaften, die unterschiedliche Strukturen haben. Man durchwandert lichte oder finstere Wälder und saftige grüne Wiesen. Schroffe Gebirge und anmutige Täler. Man kommt an blauen Seen vorbei, einladend warm vielleicht oder kalt und tief. An stillen oder auch einmal an rauschenden Flüssen oder am Meer. Die Sonne glitzert auf den Wellen, es riecht nach Salzluft — irgendwie.  Faszinierende, bunte Städte liegen am Weg und stille romantische Dörfer. Eine ganze Welt eben, die du mit all deinen Sinnen aufnehmen, sehen, hören, riechen, schmecken kannst und du weißt, was du fühlst, wenn du daran denkst.

Aber zurück zur Frage meines Bekannten. Zurück zu einem der entscheidenden Kriterien, die du beachten willst, wenn du ein Ziel wohlgeformt formulierst.Woher weißt der Wanderer eigentlich, dass er angekommen ist? Woran erkennst du, dass du dein Ziel erreicht hast? Du weißt jetzt bestimmt schon, dass die Lösung in der für dich richtigen Formulierung deiner Ziele liegt.

Wenn du dir nämlich vorgestellt hast, wie es sich anfühlen wird, was du siehst und hörst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Wenn du dir das wieder und wieder vorgestellt hast. In das Gefühl hineingegangen bist. Dich voll auf deine Ziele eingelassen hast. Dann ist das Gefühl vom Bereits-erreicht-haben nicht etwa wie ein Fremder für dich sondern ein lieber alter Bekannter von dir. Wenn du ihn dann einmal auf deinem Weg triffst, wirst du ihn sofort erkennen. Du weißt, dass er es ist. Dein Gefühl weiß es.

Schon in der Ferne wirst du ihn unter allen anderen erkennen und du kannst immer sicherer, immer schneller auf ihn zulaufen. Bis du ihn erreicht hast, ihm die Hand gibst, ihn vielleicht umarmst.

Viel Spaß beim Erreichen deiner Ziele.

Ludwig